Beobachtet 2

Fallcode

Vorauslaufend

Schilderung

Situationsspezifisches

Folgen

1coco2

Schüler „Daniel“ war der Außenseiter der Klasse, durch aufrdingliches Verhalten etc. Nach dem Schulwechsel seines Klassenkameraden „Korbinian“, der eine Führungsposition in der Klasse einnahm wurde die Situation in der Klasse wieder entspannt und „Daniel“ fand Anschluss zu seinen Klassenkameraden. Zu meinem Praktikumsbeginn wechselte „Korbinian“ wieder zurück in die alte Schule und ich konnte mit ansehen wie sich die gesamte Klassendynamik veränderte und „Daniel“ wieder zum Opfer wurde.

„Daniel“ hatte ein selbstgemaltes Bild von der Mitschülerin „Anna“ geschenkt bekommen, er hatte sich dieses gewünscht. Sein Wunsch war, dass sie seinen Namen bunt auf ein Blatt malt und alle Namen der Klassenkameraden darum herum aufschreibt. Er zeigte mir das Bild sehr stolz vor Unterrichtsbeginn. Vor Anfang der ersten Stunde, als sich alle Schüler allmählich einfanden begann „Korbinian“ mit einer Gruppe anderer Schüler „Daniel“ aufgrund eines Pickels zu beleidigen. Dann sah „Korbinian“ das selbst gemalte Bild auf „Daniel“ Platz liegen. „Korbinian“ schrie durch die Klasse, dass er es nicht dulde seinen Namen auf dem Bild von „Korbinian“ zu sehen. Er strich seinen Namen mit Edding auf dem Bild durch, nun begann eine erschreckende Dynamik in der Klasse. Mit der Ausnahme von 3 Mitschülern strichen nun auch alle weiteren Klassenmitglieder ihren Namen durch oder stachelten „Korbinian“ an weitere Namen durchzustreichen. Als die Situation völlig außer Kontrolle geriet mischte ich mich ein und beendete das Szenario da „Daniel“ bei mir Schutz suchte, er erzählte jedoch nichts seiner Klassenlehrerin.

Wie schon in den vorauslaufenden Bedingungen erwähnt, ist „Daniel“ ein Außenseiter gewesen, der sich eingegliedert hatte. Durch „Korbinians“ Rückkehr nach einem halben Jahr Abwesenheit drehte die Situation erneut. Zu erwähnen wäre noch, dass „Korbinian“ eine wirklich penetrante Art hat und sein größtes Idol „Korbinian“ ist. Er imitiert ihn ständig um ihm zu gefallen, dieser jedoch lehnt ihn vollkommen ab.

Folgen der Situation nachdem ich diese Geschichte der Klassenlehrerin berichtet habe war ein 90 minütiges Gespräch über Mobbing im Sitzkreis. Es wurde zum ersten Mal in der Klasse über Mobbing gesprochen. Es kam dabei heraus, dass jedes der Kinder schon einmal Opfer von Mobbing in irgendeiner Form gewesen ist. Alle Kinder waren sofort beschämt und entschuldigten sich bei „Daniel“, mit Ausnahme von „Korbinian“. Dieser verweigerte sich total, entschuldigte sich nicht und meinte man bräuchte sein Einverständins um seinen Namen aufzuschreiben (zumindest wenn es um „Daniel“ gehe). Alle Kinder der Klasse malten „Daniel“ daraufhin jeder einzeln ein neues Bild, woraufhin „Daniel“ sehr glücklich war. „Korbinian“ und „Daniel“ führten ein GEspräch mit einem Streitschlichter und versprachen sich zu verstehen. Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, dass dies lange anhält. Ich habe an diesem Tag viel über Mobbing und Gruppendynamik gelernt und gesehen , dass man diese sofort im Keim ersticken und darüber als Klasse sprechen muss.

1809

Die Schüler waren besonders unruhig und aufgewühlt, da sie vorher 4 Stunden lang eine Englisch Klausur geschrieben haben, die anscheinend auch nicht besonders gut gelaufen ist für viele Schüler.

Nach der Englisch- Klausur waren die Schüler unruhig und hatten Angst durch die vermeintlich schlechte Englisch- Note könnte sich ihr Gesamtnotendurchschnitt erheblich verschlechtern. In der anschließenden Stunde beim Klassenlehrer wollten daraufhin 2 Schüler vom Klassenlehrer errechnet haben wie sich der Notendurchschnitt ändern würde. Dabei stellten die Schüler fest, dass der Schwerpunkt der Notenerechnung besonders stark auf den großen Proben liegt und dass die kleineren Proben kaum Einfluss auf die Veränderung der Noten nehmen. Daraufhin entbrannte eine hitzige Diskussion zwischen einem Schüler, der dies besonders ungerecht empfand und dem Klassenlehrer, die dazu führte, dass der Schüler das Klassenzimmer verlassen musste, um sich zu beruhigen. Auch die übrigen Schüler brauchten den Rest der Stunde um sich einigermaßen zu beruhigen.

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Die Folgen für den Lehrer waren, dass er keinen vernünftigen Unterricht an diesem Tag mehr durchführen konnte, da die Schüler einfach zu aufgewühlt waren. Des Weiteren versprach er den Schülern die Berechnung des Notensystems mit dem Direktor klären zu wollen. Aber im Endeffekt blieb die Berechnung wie sie vorher gewesen ist.

AMFIW5

An meiner Praktikumsschule ist in der 8. Klasse ein zweiwöchiges Betriebspraktikum vorgesehen.

In der letzten Woche meines Praktikums durfte ich meinen Praktikumslehrer einen Tag lang bei den Praktikumsbesuchen begleiten. Dies führte uns in verschiedenen Betrieben. Ein Highlight war dabei der Besuch des U-Bahn Betriebswerks in Frötmanning, wo wir eine komplette Betriebsführung erhalten haben und sogar selber U-Bahn fahren durften. Grundsätzlich war festustellen, dass sich die Schüler im Praktikum wesentlich reifer verhielten als im Unterricht. Beispielweise zeigte ein Schüler mit ADS während unseres Besuches keinerlei Symtome.

Nicht vorhanden!

Für mich ergibt sich aus dieser Situation die Konsequenz, dass es sehr wichtig ist, die Schüler auch einmal außerschulisch zu erleben.

BI4NE

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Bei der Beobachtung handelt es sich eine Wochenplanarbeitin der Schule. Der Schüler macht seit ca 15 Minuten ein Deutschblatt. Der Lehrer geht durch die Bankreihen um gemachten Aufgaben zu kontrollieren. Der Schule hatte 2 Aufgaben auf seinem Blatt falsch uns sollte diese nochmal überarbeiten. Dies sollte er selbstständig machen. Er sollte das falsche Wort ausradieren und das richtige aufschreiben. Der Schüler hat angefangen sich aufzuregen. Als er das Wort wegradieren wollte und es nicht richitg weg bekommen hat, fängt er an das Papier zu zereißen. Der Lehrer nimmt ihm das Blatt weg und versucht beruhigend auf ihn einzureden. Daraufhin nimmt der Schüler seine Stifte und wirft damit in die Richtung des Lehrers. Der Lehrer sagt er soll die Stifte wieder aufheben und dann kann er raus vor die Türe gehen. HAt er sich wieder beruhigt, darf er wieder in die Klasse kommen. Der wütende Schüler stampt mit dem Fuß auf, hebt die Stifte auf, wirft sie in sein Federmäpchen, rennt zur Tür, macht sie auf, geht raus und knallt sie wieder zu. Auf dem Flur ist der Schüler auf und abgegangen. Setzt sich dann auf einen Stuhl. Nach ca 15 Minuten ist er wieder in die Klasse gekommen. Er hatte sich wieder beruhigt und der Lehrer hat in aller ruhe darüber mit ihm geredet.

Der Junge kann sich verbal nicht äußern und es fällt ihm dadurch schwer mit anderen in Kontakt zu kommen bzw. sich richtig auszudücken und sich mitzueilen. Er besitzt eine niedrige Toleranzgrene. Auf Kritik reagiert er agressiv. Der Junge ist gerade in der Pubertät und lebt in einer Wohngruppe für Menschen mit einer geistigen Behinderung.

Das Verhalten hat der Junge schon öfter gezeigt. Für den betroffenen Jungen hat das zu folge, immer wenn er wieder aggressiv wird muss er vor die Türe. Für das störende Verhalten in diesem Fall das Blatt zerreisen, mit Stiften werden usw. muss er am Nachmittag nachsitzen. Er muss lernen das er mit seinen Wutausbrüchen nicht seinen Willen durchsetzen kann.

DWWS3012

„Karin“ ist eine gute Schülerin, hat bis jetzt nur 1er und 2er bekommen.

Die Mathematikprobe wird in der Klasse 4b herausgegeben. Sie ist nur mäßig ausgefallen, was die Lehrerin der Klasse auch mitteilt.“Karin“ hat nur eine 4. Sie ist enttäuscht, beleidigt, wütend und weint.

„Karin“ ist unvorbereitet und überrascht. Sie hat mit so einer Note niemals gerechnet. Die Lehrerin geht vorerst nicht auf ihre Situation ein. Die anderen Kinder kommen neugierig angerannt.

Für „Karin“ war das ein Testlauf wie es auf dem Gymnasium sein wird. In Zukunft rechnet sie auch mal mit einer schlechten Note und beginnt ihre Leistungen realistischer einzuschätzen.

Floh2

Die 5. Klasse schreibt eine Deutsch-Probe, die aus zwei Teilen besteht. 1. Teil Diktat 2. Teil Grammatik. Diese Art von Deutschproben werden regelmäßig alle 2 Wochen geschrieben und sind somit "nichts Neues" für die Schüler.

Die Schüler verschieben vor Beginn der Probe ihre Einzeltische, so dass alle separat sitzen und sich konzentrieren können. Das Diktat wird von der Lehrerin sehr langsam und deutlich in kleinen Abschnitten vorgelesen und wiederholt. Ein Schüler fängt auf einmal leise zu weinen an. Er schreibt kaum noch mit. Die Lehrerin geht kurz zu ihm hin und fragt,was los ist. Die ganze Zuwendung dauert nur einige Sekunden, so dass die Mitschüler kaum gestört werden und abgelenkt werden. Zwar schauen einige zu dem weinenden Schüler, aber es bleibt ruhig. Nach dem Diktat haben die Schüler 6 Minuten Zeit, im Wortprofi nachzuschlagen. Die Zeit nutzt die Lehrerin um den Schüler aufzumuntern und für den Grammatikteil zu ermutigen. Den Grammatikteil schreibt der Schüler wieder ruhig mit.

Dieser Schüler möchte unbedingt auf die Realschule (v.a. seine Eltern möchten das!), deshalb steht er unter enormen Druck, da die Noten entsprechend gut sein müssen. Bei dem Diktat hat er bei einem Wort Probleme und gerät in Panik, deshalb verpasst er den Anschluss und fängt an zu weinen, da er merkt, dass er das Diktat nun "vermasselt".

Der Schüler bekommt nicht die erhoffte und "geforderte" 2! Der Druck wird also von Elternhaus aus zunehmen. Die Folge des Weinens bekommt nur der Schüler zu spüren, denn durch das sehr umsichtige und einfühlsame Handeln der Lehrerin werden die anderen Schüler nicht aus ihrer Konzentration gezogen und realisieren so auch gar nicht, dass der Schüler das Diktat "verhauen" hat. Die Lehrerin hat den Jungen in der Pause noch einmal zur Seite genommen und ihn getröstet. Für mich hat diese Situation bzw. das Verhalten der Lehrerin eine Vorbildfunktion. Ich werde versuchen, in solchen Situationen, wenn sie in meiner Lehrerzeit eintreten werden, ebenso umsichtig zu handeln.

Funker24

Da ich bereits vor meinem Praktikum in einer Sonderpädagogischen Einrichtung tätig war, konnte ich schon Erfahrungen mit Kindern sammeln, die problematisch auffällige Verhaltensmuster zeiten. Gerade durch diese einjährige Tätigkeit, habe ich mich auch gezielt für den Beruf als Sonderschullehrerin entschieden.

Anfangs noch äußerten sich T. aggressionen noch verbal, diese jedoch gingen schnell in massive Drohungen über ("Ich stech dir mit meiner Schere das Auge aus, ich mach euch alle tot!"). Nach den ersten Gesprächen der Klassenlehrerin mit seinen Eltern, verschlimmerte sich die Situation dahingehend, dass T. seine Drohungen teilweise in die Tat umsetzte. Er verletzte einen Mitschüler geringfügig mit einer spitzen Schere.

T. ist ein ursprünglich unauffällig und zurückhaltender Schüler, mit sehr guten schulischen Leistungen. Diese veränderten sich jedoch im laufe der Zeit graviernd, so dass der Schüler T. in eine DFK Klasse (Diagnose-und Förderklasse)wechseln musste. Neben seinem allgemeinen Leistungsabfall, zeigte sich auch in seinem Sozialverhalten  stark aggressive Neigungen. Nicht nur gegenüber seinen Mitschülern, sondern auch gegen seine Klassenlehrerin.

Als erste Maßnahme und auch auf druck der Eltern der anderen Kinder hin, beschließt Frau G. die Lehrerin in Absprache mit der Direktorin einen zweiwöchigen Unterrichtsausschluss für den Schüler T. Des weiteren wird unter Vermittlung des Schulamtes eine Sonderpädagogin als Ambulantzlehrerin beauftragt, die sich mit T's.gezeigtem Verhalten auseinandersetzt und in Absprache mit den Eltern sowie der Klassenlehrerin ein Therapieprogramm festlegt. Für mich persönlich stellt eine solche Situation der berufliche Alptraum dar. Solche drohungen müssen immer ernst genommen werden und sind in der heutigen Zeit nicht ganz unbegründet, wenn man sich die Amokläufe an Schulen vor Auge führet. Als Lehrkraft habe ich die Verantwortung für meine Klasse und muss immer ein besonderes Augenmerk auf jede Situation haben und werfen. Besonders wichtig in dem Fall, ist es die Situation ernst zu nehmen um schlimmerse zu verhindern. Daher ist ein sofortiges Eingreifen oberste Priorität. Die richtige Reaktion auf bestimmte Situationen ist denk ich oft das schwirigste in dem Beruf. Noch heute frag ich mich wie und ob ich in dieser Situation richtig gehandelt hätte. Leider bin ich bis heute noch zu keinem Ergebniss gekommen. Dennoch war es sehr interessant und hilfreich diese Situation miterlebt zu haben. 

HSDAHOST

Ein Schüler scheint Opfer von zwei Mitschülern zu sein. Dieser scheint sehr zurückhaltend zu sein .

Bitte schildern Sie die Situation möglichst ausführlich und detailliert Nach der Schule wurde ein kleiner Junge (5.oder 6.Klasse) von zwei gleichaltrigen (gleiche Größe, in etwa gleichem Alter) verfolgt. Diese zwei gingen auf die gleiche Schule, wie uns der verfolgte Schüler schilderte.Der betroffene Schüler weiß nicht warum die dies tun. Er scheint ein zurückhaltender Schüler zu sein, schüchtern. Der Lehrer hat ihm geholfen, indem er ihm die Angst vorerst nahm. Die Folge war, dass die zwei ein Gespräch mit der Klassleiterin hatten. Wie es weiterging erfuhr ich nicht mehr, da dann das Praktikum vorüber war.

Es war nach der Schule, nur dass der Lehrer und ich den beiden entgegenkamen und von dem Kleinen abließen.

Die Situation beruhigte sich und der Schüler konnte nach Hause gehen. Die Folge war, dass die zwei ein Gespräch mit der Klassleiterin hatten.

jess1

Diese sind eng mit den situationsspezifischen Bedingungen verbunden.

Die folgende Situation ist für alle drei Beteiligten eher unbedeutend, darum war sie für mich so bedeutsam. Es ist 7.50h, ich sitze auf meinem Praktikantenplatz. Dieter ist schon da und lungert auf seinem Tisch herum. „Markus“ und „Martin“ betretend schimpfend den Raum. Anscheinend begann der Streit in der Garderobe. „Daniel“ interessiert sich für den Wortwechsel. Nach kürzester Zeit sagt „Markus“  "`Daniel`, hau ihm eine rein!" Ohne zu überlegen leistet „Daniel“ dem Befehl Folge. Stolz "haut" er „Martin“ "eine rein". Die Situation eskaliert nicht. (Es war eher ein Rempler) „Martin“ setzt sich grummelnd an seinen Platz. „Markus“ ist zufrieden, „Daniel“ auch. Kurz darauf beginnt der Unterricht. Die Situation dauerte ca.2 Minuten.

Der Viertklässler „Daniel“ arbeitet aufgrund eines speziellen Programms in Deutsch und Mathe am Zweitklassstoff, während der Rest der Klasse den Viertklassstoff durchnimmt. Ziel der Lin ist es, ihm den Übertritt auf die Hauptschule im Herbst 09 zu ermöglichen. Er ist normal intelligent(wurde getestet), fällt durch ein hohes Agressionspotential auf. Er zehnjährige „Markus“ besucht die gleiche Klasse. Er ist engagiert, beliebt und schafft problemlos den Übertritt ins Gymnasium. „Martin“ ist der weitere Mitschüler, der eher mit „Markus“ befreundet ist. Er fällt durch häufiges Schwätzen auf und steckt deshalb häufiger mal einen Rempler von Mitschülern ein.

Die Situation erschien den Beteiligten nicht ungewöhnlich, der restliche Schultag verlief normal. Keiner beschwerte sich bei der Lehrerin. Wenn einer der Drei ein Problem damit haben sollte, besteht die Möglichkeit, in der nächsten Klassenkonferenz darüber zu sprechen. Ich habe mich bewußt entschieden, Beobachter zu bleiben. In meiner späteren Berufslaufbahn würde ich versuchen, anhand einer Unterrichtseinheit, solche Grundstrukturen menschlichen Handelns durch zu nehmen  In der Hoffnung, ein stärkeres Bewusstsein für das eigene Handeln zu entwickeln. Fazit Ich habe diese Situation gewählt, weil sie auf den ersten Blick harmlos erschien. Eigentlich ist bis auf einen "Rempler" nichts passiert. Bedeutsam war das Ereignis für mich deshalb, weil die innere Struktur so erschreckend und so menschlich ist  Beliebter Mensch "befiehlt", anderer Mensch sucht Anerkennung und gehorcht blind. Ich werfe das nicht den Kindern vor, sondern bin erschrocken über diese häufige Struktur menschlichen Handelns (die ich manchmal auch in mir habe und rauslasse).

Kandinsky09

Eine 5.Klasse der Schule sollte an einem schulenübergreifenden Fußballturnier teilnehmen. Der Klassenlehrer einer 4. Klasse war an diesem Tag auf Fortbildung und auch sonst herrschte aufgrund von Erkrankungen und außerschulischen Terminen Lehrermangel. So sollten der Sportlehrer der Klassen, ein Referendar, die andere Praktikantin und ich, dies Klassen begleiten, um die Veranstaltungen für die Schüler doch möglich zu machen. Der Klassenlehrer warnte uns vor einem bestimmten Schüler, der oft nicht ganz einfach sei.

Leider verloren unsere Schüler einige Spiele, was in den Klassen mit der Zeit für Frust sorgte und das Aggressionspotenzial wohl bedeutend steigerte. Es kam zu Beschuldigungen der Schüler untereinander und jener mit Vorwarnung besetzte Schüler fing an eine andere Schülerin zu schlagen. Die Situation drohte zu eskalieren und der Referendar suchte das Einzelgespräch mit dem Schüler. Die Klasse wurde sehr unruhig, ließ sich von uns nicht mehr auf ihren Tribünenplätzen halten und lief auf dem Gelände umher.

Die Situation ereignete sich während des Fußballturniers in der Sporthalle einer fremden Schule. Keiner der vertrauten Klassenlehrer der beiden Klassen war anwesend, einzig der Referendar und Sportlehrer der Klassen und wir zwei Praktikantinnen.

Wir fuhren vorzeitig mit den Schülern zurück zu unserer Schule und besprachen die Ereignisse in der Klasse. Im geschützten Rahmen des Klassenzimmers waren die Schüler wieder zu beruhigen. Dieses Erlebnis verdeutlichte mir jedoch, dass gerade diese Schüler ihren vertrauten Rahmen und ihre vertrauten Bezugspersonen brauchen, zu denen ja oft erst nach einem halben Jahr eine intensive Beziehung aufgebaut ist.

Minka66

Die Praktikumslehrkraft hat als Fachlehrer in der Klasse M10 Englisch unterrichtet. Ein Schüler hatte die Hausaufgabe nicht gemacht und widersprach der Lehrkraft bei der Ermahnung immer wieder und beharrte auf das "letzte Wort". Folge Der Schüler wurde während der Stunde vor die Tür gesetzt und sollte dort eine Aufgabe bearbeiten.

Am Ende der Stunde sind wir aus dem Zimmer und die Lehrerin hat den Schüler nochmals zur Rede gestellt und ihm versucht klarzumachen, dass sein Verhalten unangemessen war. (Anzumerken ist, dass die Lehrkraft auch Vertrauenslehrerin ist und daher sehr gut mit solchen "Fällen" umzugehen weiß. Der Schüler hat darauf zu Weinen angefangen und sofort zugegeben, dass er einsieht, dass sein Verhalten nicht korrekt war. Wir sind mit dem Schüler in ein leeres Klassenzimmer und haben uns dort die Situation des Schülers angehört. Er erzählte uns, dass er mit der momentanen Schulsituation einfach überfordert ist und an seinem Können zweifelt, Angst hat, den Abschluss nicht zu schaffen. Die Vermutung, dass der Druck von seinen Eltern ausgeht, verneinte er. (Anzumerken ist jedoch, dass die Lehrkraft schon im Vorhinein wusste, dass der Vater des Schülers selbst Lehrer ist und von seinem Sohn sehr viel erwartet.) Die Lehrerin versuchte ihn anschließend zu ermutigen, redete ihm gut zu, der Schüler hat auch das Weinen aufgehört. Auch sprach sie nochmals die Situation an, die zuvor während des Unterrichts geschehen ist und erklärte dem Schüler genau, wo er sich gegenüber der Lehrkraft und der Klasse falsch verhalten hat. Der Schüler hat es eingesehen, und ist ohne Tränen zurück in die Klasse gegangen.

Zur Situation ist zu sagen - die Stunde fand an einem Donnerstag in der ersten Std statt (-> evtl. schlecht gelaunt, weil müde) - die Klasse hat am selben Tag noch eine 2std. Mathearbeit geschrieben - der Schüler steht kurz vor den Abschlussprüfungen - der Schüler ist ein guter Englischschüler

Folgen für mich: - ich fand es sehr gut wie meine Praktikumslehrerin auf das Verhalten reagiert hat (va das Verhalten beim Gespräch mit dem Schüler); ich finde es sehr wichtig, dem Schüler auch die Chance zum "Reden" zu geben und ihn nicht nur zu bestrafen

Folgen für den Schüler: - ich konnte nur in der nächsten Std beobachten, dass der Schüler sich sehr vorbildlich verhalten hat, seine Hausaufgabe gemacht hat und nicht negativ aufgefallen ist;

Folgen für die Lehrkraft: - die Klassenleitung wurde unterrichtet, den Schüler zu beobachten, ob solche "Situationen" öfter vorkommen - meine Praktikumslehrkraft will den Schüler die kommende Zeit genau beobachten und bei auffälligem Verhalten die Eltern kontaktieren

 

Moineau1

K. ist in der 2.Klasse er ist aber 2Jahre älter als seine Klassenkameraden da er mit 3 Jahren aus Brasilien adoptiert wurde. Die Eltern und Lehrer haben deshalb beschlossen ihn nicht in der altersentsprechende Klasse sondern eben in einer untere Jahrgangstufe zu unterrichten. In seiner Entwicklung ist K. gleichaltrigen unterlegen, auch rein optisch fällt es nicht auf, dass er schon älter ist. Die Eltern haben bereits zwei Söhne mit 16 und 14 Jahren, beide sind auf dem Gymnasium und machen keine Probleme. Die Mutter wollte unbedingt ein Kind adoptieren und hat ihren Mann mehr oder weniger zu der Adoption überedet. Nachdem sich herausgestellt hat, dass K. ein äußerst "schwieriges" Kind ist hat sich der Vater fast komplett aus der Erziehung ausgeschalten da er das Kind ja eigentlich gar nicht haben wollte.

Mein Praktikum war genau die drei Wochen vor den Osterferien. Kurz vor den Ferien sollte es ein Osterfest geben, bei dem jede Klasse etwas aufführt. Mein Praktikumslehrer studierte einen Tanz mit den Kindern ein. Mit K. gab es schon in den vorangegangen Tagen immer Ärger und der Lehrer erzählte uns, dass er mit der Mutter ausgemacht hat, wenn es mal zu schlimm werden sollte würde er sie anrufen, dass sie ihn dann abholen kann. Vormittags probten mal wieder alle den Tanz nur K. stand teilnahmslos herum und machte nicht wirklich mit bis er dann seinen Tanznachbarn auf den Kopf haute. der Lehrer verwies ihn auf seinen Platz. Dort hielt er ca. 2 Minuten ruhig und dann fing er wieder an Blödsinn zu machen. Der Lehrer ermahnte ihn noch einmal und als er keine Ruhe gab sagte er zu K. das nun der Zeitpunkt gekommen sei seine Mutter anzurufen. Der Lehrer und K. gingen in Richtung Sekreteriat wo der Schüler sich dann weinend entschuldigte. K. durfte wieder in die Klasse.

Der Tanz wurde im hinteren Teil des Klassenzimmers geprobt, da alle kinder nebeneinander stehen musste war es sehr eng und man hatte oft das Gefühl k. wolle sich mehr Platz verschaffen.

K. hatte verstanden das den Androhungen des Lehrers auch Taten folgten. Er war den restlichen Tag sehr geknickt hat aber auch intensiver am Unterrichtgeschehen teilgenommen als in den vorangegangenen Tagen. Die ganze Klasse wirkte etwas ruhiger als sonst. Die restliche Zeit des Praktikums zogen die Androhungen auf K. besser als zuvor. Ich fand es sehr interessant wie der Lehrer mit diesem Kind umging und was er persönlich für einen Weg gewählt hat, dass K. nicht den ganzen Unterricht sabotiert. Mich hat es sehr beeindruckt da er niemals lauter geworden ist, er hat alles in einer normalen Lautstärke gesagt. Ich hab in dieser Hinsicht sehr viel von diesem Praktikum mitgenommen, da mir Wege eröffnet wurden die Klasse und auch bestimmte einzelne Kinder unter "Kontrolle" zu halten. 

Poing3

Der Lehrer hat seine zehnte Klasse gut im Griff, durch seine strenge, aber dennoch freundliche Art, hat er sich Respekt verschafft. Er kann effizient, auf einem einigermaßen hohem Niveau arbeiten. Mit jüngeren Schülern hat er noch nicht viel Erfahrung.

In der fünften Jahrgangsstufe, zeigt er den Schülern einen Lehrfilm über das Thema Muskeln. Er verteilt Arbeitsaufträge zum Film. Die Schüler sollen durch die Informationen des gezeigten Lehrmaterials, die Fragen beantworten. Nach dem zehnminütigen Film, möchte der Lehrer die Antworten auf die erste Frage wissen. Viele Schüler melden sich, aber keiner kommt auf die richtige Antwort. Der Lehrer entschließt den Film mit dem gleichen Arbeitsauftrag nochmal mit den Schülern anzusehen. Wieder kommen nur unbrauchbare Antworten. 

Der Lehrer ist noch sehr jung, er unterrichtet erst das zweite Jahr Vollzeit an der Schule. In einer zehnten Klasse ist er Klassenleiter (letztes Jahr der neunten Klasse). Einmal in der Woche unterrichtet er, seit diesem Jahr, eine fünfte Klasse im Fach PCB.

Die Schüler haben das Prinzip der Muskeln nicht verstanden, sie konnten die wichtigen Begriffe aus dem Film nicht zuordenen.Das Niveau war zu hoch für sie. Der Klassenleiter einer zehnten Klasse, sagte in der Nachbesprechung selber, dass er sich erst dem Können und Fähigkeiten der Kleinen anpassen muss.Dies fällt ihm sehr schwer, da er noch wenig Erfahrung hat.Nächste Stunde möchte er versuchen,dieses Thema auf eine andere Art mit den Schülern zu behandeln.

pömpel55

Ich bin immer davon augegangen, dass der Beruf eines Lehrers HAUPTSÄCHLICH darin besteht, den Schülern Inhalte möglichst variabel zu präsentieren und beizubringen.

Ich habe im Praktikum nun gesehen, dass diese Vorstellung zumindest in der Förderschule vollkommen falsch ist. Die meisten Stunden mussten mit Konfliktmanagement begonnen werden. Vor allem nach der Pause wurden fast 30 Minuten benötigt, um sämtliche Konflikte, die in der Pause stattgefunden haben, zu klären. Dabei fand ich es oft sehr schwer zu entscheiden, wer jetzt Recht hatte, wer nicht, ob der Konflikt es wert war, darüber zu reden, oder ob die Kinder einfach Zeit schinden wollten. Auch während des Unterrichts musste ständig auf Disziplinierungsmaßnahmen zurückgegriffen werden, keine der Stunden lief ohne kleinere Zwischenfälle ab. Die Aufgabe der Lehrerin in dieser Schule war also nicht hauptsächlich die Übermittlung von Lerninhalten, sondern das Managen von Konflikten. Ich hatte zwar erwartet, dass in der Förderschule damit zu rechnen ist, aber nicht, dass es in so einem Umfang notwendig ist!!

Ich denke die Konfliktbewältugung in der Schule war schlecht organisiert. Zwar gab es für die einzelnen Jahrgangsstufen verschiedene Pausenhöfe, aber kam es doch zu einem Konflikt, haben die Aufsichtslehrkräfte meistens nicht eingegriffen. Warum, weiß ich nicht. Ich denke viele hatten selber viel zu großen Respekt. Auch gab es unter den Schülern keine "Pausenhofengel", die sich darum kümmerten.

Folge davon, dass die Hauptaufgabe einer Förderschullehrerin nicht das Unterrichten, sondern das Konfliktmanagement zu sein scheint, ist, dass die Lehrerin eigentlich eine Zusatzausbildung in Konfliktmanagement bräuchte und das Studium auch darauf ausgerichtet sein sollte. Ich finde, das Sonderschulstudium bereitet auf solches Verhalten nicht vor, konzentriert sich vielmehr auf DREI (!!) Didaktikfächer mit vielen benötigten Scheinen. Dieses Didaktikwissen nützt einem in einem solchen Schulalltag aber rein gar nichts.

S2nne

Die Schüler der 6. Klasse einer Schule für körperbehinderte Kinder haben eine Kooperationsklasse aus der Regelhauptschule. Die beiden Klassen waren bereits letztes Jahr zusammen im Schullandheim und wollten dies wenige Wochen nach meinem Praktikum wiederholen. Die körperbehinderten Kinder aus meiner Praktikumsklasse freuten sich schon total darauf und sprachen von nichts anderem mehr. Sie empfanden die Fahrt im letzten Schuljahr als sehr schön und waren der Überzeugung, sie hätten sich sehr gut mit der anderen Klasse verstanden.

Als die Lehrerin eines Morgens in die Klasse kam, veranlasste sie, dass sich die Kinder im Stuhlkreis sammelten, um ihnen eine schlechte Nachricht zu überbringen. Sieben von den 20 Hauptschülern weigerten sich mit ins Schullandheim zu fahren. Daraufhin sagte der Direktor die Klassenfahrt ab, da es sich bei 13 Schülern um keine komplette Klasse handle. Die Schüler von der Kooperationsklasse gaben als Grund an, dass sie von den anderen Kindern genervt seien und ihnen das nicht sagen könnten, "weil sie ja behindert sind..." Diese Nachricht löste großes Unverständnis bei den körperbehinderten Schülern aus. Sie waren alle total geschockt und traurig über ihre "Freunde" aus der anderen Klasse. Auch mir ging es sehr nahe, da mir die Kinder total Leid taten.

In der Klasse gibt es eine Schülerin und einen Schüler, die kein Distanzgefühl kennen und manchmal zu weit gehen. Der Rest der Klasse kommt jedoch super mit fremden Personen aus.

Die Kinder haben gelernt, dass ihnen nicht jeder positiv gesinnt ist und dass nicht jeder ihr Freund ist. Sie werden in Zukunft vorsichtiger sein und lernen müssen, mehr auf Körpersprache zu achten, um sogenannte "Freundschaften" besser einschätzen zu können. Dieses Ereignis war ein großer Schock für die Schüler, die Lehrerin und für mich. Ich sehe Kooperationsklassen in der Hauptschulstufe mit kritischeren Augen.

schpäd22

die situation ergab sich während meines praktikums. ich, und zwei mitpraktikanten saßen während einer matheprobe zur beobachtung in der klasse.

die lehrerin warnte die gesamte klasse nun mit gesprächen aufzuhören, da die probe offiziell anfangen würde. obwohl die probenblätter schon offen vor den schülern lagen redeten einige schüler weiter. selbst nach der dritten warnung, dass bei jedem weiteren wort dass fallen würde, die probe weggenommen werden würde - schien ein schüler wenig beeindruckt und stellte seinem nebesitzer lauthals fragen. daraufhin wurde ihm wie angekündigt das blatt weggenommen und er aus der klasse geschickt. laut diskutierend und schimpfend verließ er die klasse. als daraufhin am nächsten tag ein elterngespräch anberaumt wurde, "eskalierte" die situation. er beschimpfte die lehrerin

ich war nur in der beobachterposition.

Der Schüler beschloss aus reinem Trotz die Schule zu verlassen. 3 Monate vor seinem Quali-abschluss. ich finde erschreckend wie wenig Einfluss die Eltern auf das verhalten ihres Kindes zu haben scheinen. speziell in dem fall, in dem der trotz seine Zukunft zu so einem ausmaß beeinflusst. hinzukommt die Position der Lehrerin. hat sie anders reagieren können? Regelverstöße mit der angekündigten Konsequenz müssen eingehalten werden. im Nachhinein kann man sich kulant verhalten. aber ohne Einsicht, hinzukommend noch mit Beschimpfungen kann man nicht nur die Situation nicht ausgleichen, sondern so ein verhalten an sich überhaupt nicht, auch in Zukunft nicht dulden. der Schüler entschloss sich aus eigenen stücken zu gehen. hier sehe ich eine grenze für lehrer. erzieherische Funktion ist natürlich vorhanden, jedoch haben hier die Eltern anscheinend überhaupt nicht reagiert. wenn bestimmte verhaltensregeln von Eltern nicht gefordert werden, können diese natürlich auch nicht im Klassenzimmer gewusst werden.   alles wäre ihre schuld, sie wäre unfair, er kann nichts dafür,..usw." die Eltern griffen nicht ein.

Schwedal83

Es handelt sich um die erste Schulstunde in der 7 Klasse. Es ist Mädchensport. Die Schulschwänzerin L. ist das erste Mal erst anwesend, obwohl es schon die dritte Woche von meinem Praktikum ist.

Die Schulschwänzerin L. ist seit einigen Wochen wieder in der Schule. Sie hat aber keine Sportsachen dabei und sitzt somit in der Turnhalle auf der Bank. Man merkt richtig, wie gelangweilt sie ist und dass sie keine Lust hat, in der Schule zu sein. Als einer Schülerin der Partner für eine Ballübung fehlt, bietet sich L. an einzuspringen. Die Lehrerin gibt ihr Einverständnis, da es sich um eine Wurfübung handelt und man somit keine besonderen Schuhe oder ähnliches benötigt. L. wirft einige Zeit gelangweilt den Ball hin und her, bis sie plötzlich mit dem Basketball auf ihre Mitschüler losgeht, und absichtlich brutal auf deren Gesicht und Körper wirft. Die Lehrerin bittet mich und die andere Praktikantin die Schülerin ins Sekretariat zu bringen und dem Direktor Bescheid zugeben. Als wir sie hinaus begleiten zum Pausenhof, und ihr diverse verschlossene Türen öffnen, reagiert sie sehr gereizt auf uns und schlägt mehrmalig mit dem Fuß gegen die Wände und Türen. Als sie dann schließlich auf dem Pausenhof ankommt, läuft sie von uns weg und klettert in Windeseile über den Zaun. Mehrmalig haben wir verbal versucht, sie an ihrem Vorhaben zu hindern. Ohne Erfolg.

Der Mädchensport findet in der Turnhalle statt, die neben dem Pausenhof ist. Der Pausenhof sowie die Turnhalle sind umgeben von ca. 2m hohen Zäunen. Es kann nach 8 Uhr keiner den Hof verlassen oder von außen eindringen.

Für uns gab es keine Folgen; die Lehrerin meinte, sie hätte schon damit gerechnet und klärte uns über die Schülerin L. auf, die bereits einige Wochen davor von der Schule suspendiert worden ist aufgrund ihres Verhaltens. Möglicherweise wird sie einen Ausschluss aus dem Sportunterricht erhalten für ein Jahr. Die Lehrerin meinte, dass man sich oft mit ihr zusammengesetzt hatte und ihr über ein Jahr lang Hilfestellungen gegeben hatte, sie aber aufgrund ihres schlechten Umgangs im privaten Bereich sich nicht helfen ließ.

Titanic123

Während meiner Ausbildung als Zahnarzthelferin, hatte ich viel mit Menschen zu tun. Ich hatte keine Scheu mehr auf Menschen zu zugehen. Da ich eigentlich schon immer mit Kindern arbeiten wollte und wie ich dachte sich auch mein Selbstbewusstsein gestärkt hatte, beschloss ich Lehramt zu studieren.

In meiner Praktikumsschule gehe ich mit meinen Praktikumsleher und drei Studenten in die 5. Jahrgangsstufe. Zu Beginn des Unterrichts stellen wir uns der Klasse vor. Die Kinder sind unruhig.  Der Lehrer beginnt den Unterricht und wir sitzen an den hinteren Plätzen des Physikraums. Das Thema der Stunde ist der menschliche Körper. Dann beschließt der Lehrer Gruppen zu machen, so dass jeder Student eine Gruppe führt. In meiner Gruppe sind 2 Mädchen und 2 Jungs. Als ich mit ihnen im Buch lesen will, sind die 2 Jungs völlig unkonzentriert und haben keine Lust zu lesen. Als ich sie z.B. motivieren will, indem ich sage  "Wenn ihr jetzt fleißig mitarbeitet, habt ihr keine Hausaufgaben auf", kommen von den Jungs nur Sprüche wie "ich mache meine Hausaufgaben eh nicht, kann ich aufs Klo...". Ich bin ziemlich überfordert mit dieser Situation. Die beiden Mädchen sind ganz ruhig, als ob sie auch Angst von den Jungs haben. Ich hoffe, dass die Unterrichtsstunde in dieser Klasse bald zu Ende ist. Ich trau mich nicht die 2 Jungs zu ermahnen und zu schimpfen, weil ich Angst habe, sie würden mich dann auf mein Übergewicht ansprechen und beleidigen. Aus meiner Erfahrung heraus hat sich oft gezeigt, dass ältere Schüler weniger jemanden direkt auf etwas ansprechen als jüngere Schüler. Schließlich ist die Stunde zu Ende. 

Ich, Daniela Maier (4.Semester Hauptschullehramt) bin vollschlank und in der Schule immer ziemlich ruhig gewesen, aus Angst jemand könnte mich aufgrund meines Übergewichtes beleidigen. Ich habe mir damals auch oft in der Schule oder im Schulbus dumme Sprüche anhören müssen. Seit meiner Ausbildung, hat sich aber mein Selbstbewusstsein gestärkt.

Als ich dann in der 8.K lasse mit meinem Praktikumslehrer bin, setzen wir uns wieder erstmal auf die hinteren Plätze. Der Lehrer macht gerade Mathematikunterricht, als plötzlich jemand klopft. Der Lehrer fragt uns, ob wir zwei Studenten schnell die Mathematikhausaufgabe besprechen können bis er wieder da ist. Als der Lehrer geht, fühle ich mich noch ziemlich gut, da ich ja weiß, ich bin nicht allein. Als plötzlich der Student auf die Toilette geht, fühle ich mich sehr unsicher. Dann sagt ein Schüler zu mir  "Haben sie jetzt Angst?". Ich antworte ihm  "nein, wieso sollte ich"! Der Schüler wurde still und arbeitet weiter. Ich merkte dadurch, dass wenn ich keine Angst zeige, die Schüler auch ganz anders auf mich reagieren und ich mich sicherer fühle. Ich war ihm Nachhinein stolz auf mich, dass ich es geschafft hatte, meine Angst zu überwinden und den Unterricht alleine zu führen. Für die Zukunft werde ich versuchen, schon viel selbstbewusster und ohne Angst einer Klasse gegenüber zu treten, damit die Kind